Wir suchen Menschen, für die Zivilcourage kein Fremdwort ist

Skulptur Preis für Zivilcourage Rheinland-Pfalz: Wer nichts tut, macht mit

Öffentliche Sicherheit ist nicht allein Aufgabe der Polizei, sondern sie braucht jede Einzelperson: Als Teil einer aufmerksamen Nachbarschaft, als Nothelferin oder Nothelfer, als Zeugin oder Zeuge einer Straftat oder als Person, die sich um das Opfer kümmert.

Helfen erfordert Mut, die Gleichgültigkeit zu überwinden. Mut aus dem Nichtstun auszubrechen und zu handeln. Mut zur Kommunikation und zum Kontakt mit anderen Helfenden.

Helfen bedeutet dabei nicht unbedingt das aktive Eingreifen in eine Situation, sondern auch das Handeln aus der Distanz. Von niemanden wird verlangt, sich heldenhaft gegen Täterinnen oder Täter zu stellen. Zu groß ist die Gefahr, selbst Opfer zu werden. Für den Preis für Zivilcourage sind nicht Leichtsinn und Draufgängertum, sondern besonnenes Handeln und Helfen in einer Notsituationen gefragt.

Im Rahmen des Preises für Zivilcourage suchen wir Menschen, die geholfen haben. 
Wir suchen Menschen, die gegen die Wegseh-, Weghör- und Weggeh-Mentalität gehandelt haben. Wir suchen Menschen, die beispielsweise als aufmerksame Nachbarschaft, als Zeugin oder Zeuge einer Straftat oder als Betreuende während oder nach einer Straftat in Erscheinung getreten sind. 

Der Preis für Zivilcourage soll an Menschen verliehen werden, die sich für andere eingesetzt haben. Daher kann jede Einzelperson geehrt werden, die engagierte Hilfe beispielweise durch die Verhinderung einer Straftat oder als Zeugin oder Zeuge einer Gewalt- oder Straftat gezeigt hat. 
Der Preis richtet sich in erster Linie an Einzelpersonen.

Vorschläge für den Preis für Zivilcourage können von jeder Bürgerin und jedem Bürger mittels der bereitgestellten Formulare eingereicht werden. Der überwiegende Teil der Vorschläge kommt allerdings von den rheinland-pfälzischen Polizeipräsidien, die jedes Jahr der Leitstelle entsprechende Sachverhalte zuzusenden.

 

Im Oktober / November werden einer interdisziplinär besetzten Jury unter dem Vorsitz der zuständigen Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Sport die Vorschläge vorgelegt. In der Jurysitzung beraten dann Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, der Justiz, der Kommunen, des Landespräventionsrates, der Presse und der Opferhilfe über die Auswahl der Preisträgerinnen und Presiträger.

Ausgezeichnet werden in jedem Jahr mehrere Personen. 

Die Preisverleihung erfolgt am Ende des Jahres durch den Minister des Innern und für Sport in Mainz. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben einer Urkunde und einer Skulptur auch einen Geldpreis.

Achtung: Vorschläge werden immer bis zum 15. September für das laufende Jahr entgegen genommen. Später eingereichte Bewerbungen werden automatisch im Folgejahr berücksichtigt.

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