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Inhalte, Zielgruppen und Kooperationspartner variieren bei den von der Leitstelle „Kriminalprävention“ angebotenen Fachtagungen. Aktuelle Entwicklungen und neue Kriminalitätslagen werden ebenso reflektiert wie dauerhaft existierende Problematiken. Es wird versucht, die Breite kriminalpräventiver Themen in der Gestaltung des Fachtagungsprogramms wiederzugeben. 

Fachtagung "Hate Speech - Nein Danke!", 16.10.2017

Welche Konsequenzen haben hasserfüllte Anfeindungen im Internet für die Betroffenen? Wie kann das Thema in Unterricht und Jugendarbeit integriert werden? Welche Möglichkeiten haben Gesellschaft, Politik und Justiz der Hetze im Netz entgegenzuwirken?

Diese und weitere Fragen haben im Mittelpunkt der Fachtagung „Hate Speech – Nein Danke! Herausforderungen für Schule und Jugendarbeit“ gestanden, zu der die Leitstelle „Kriminalprävention“ des Ministeriums des Innern und für Sport gemeinsam mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz und dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung nach Worms eingeladen hatte. Lehrerinnen und Lehrer, Aktive der Jugendarbeit sowie Mitglieder des Kompetenznetzwerks „Demokratie leben“ haben zentrale Fragen rund um hasserfüllte Kommunikation im Internet diskutiert und konkrete Handlungsempfehlungen für Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit besprochen.

„Um dem Phänomen ‚Hate Speech‘ wirkungsvoll entgegenzutreten, muss Prävention an verschiedenen Punkten ansetzen. Zum einen müssen wir die gesellschaftlichen Ursachen von Hass, Vorurteilen und Stereotypen bekämpfen, denn sie liefern den Nährboden für diffamierende und feindselige Äußerungen im Netz. Zum anderen gilt es, die Medienkompetenz junger Leute zu stärken sowie das Wissen über die eigenen Rechte und Reaktionsmöglichkeiten“, betonte Innenstaatssekretär Günter Kern. 

Gesetzliche Anknüpfungspunkte und die Pflichten der Betreiber Sozialer Netzwerke waren genauso Gegenstand der Tagung wie der Erfahrungsaustausch der Expertinnen und Experten. „Speziell Soziale Netzwerke werden zumeist als Plattform für die Platzierung und die Verbreitung von Hassrede genutzt. Die scheinbare Anonymität des Internets und die nicht sichtbaren Reaktionen bei den Opfern enthemmen Hetzer und verbale Brandstifter und schalten Mitgefühl und Empathie für die Betroffenen aus“, erläuterte Staatssekretär Kern die Eigenheiten von Beleidigungen im Internet. 

„Bei der Bekämpfung von Hate Speech geht es im Kern um die Verteidigung unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft und des Rechtes, dass sich hier alle Menschen gleichermaßen entfalten können“, betonte Familien- und Jugendstaatssekretärin Dr. Christine Rohleder. „Alle müssen dazu beitragen, Hate Speech etwas entgegenzuhalten – die Politik durch Förderung von Medienkompetenz und Rechtsdurchsetzung, die Schulen und die Eltern durch Unterstützung der Jugendlichen und die Vermittlung von Medienkompetenz und vor allem die Plattformanbieter wie Facebook, indem sie auf ihren Seiten eine Kultur durchsetzen, die Hate Speech konsequent die Stirn bietet und unzulässige Inhalte konsequent löscht.“ 

Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung machte deutlich: „Gerade junge Menschen, die mit einem ganz anderen Selbstverständnis von Technik und dem Digitalen aufwachsen, benötigen Rüst- und Handwerkszeug, um sich mit Hass im Internet auseinandersetzen zu können. Es gilt den Jugendlichen zu vermitteln, dass Sprache, gesprochen oder getippt, auch eine Form von Gewalt sein kann.“

Fachtagung "Salafistische Radikalisierung von Jugendlichen", 10.11.2016

Warum sind islamistische Angebote für junge Menschen so interessant? Wann und wo entstehen die Voraussetzungen zur Radikalisierung und welche Möglichkeiten gibt es, um dem präventiv entgegenzuwirken? Diesen und weiteren Fragen widmete sich die Fachtagung Salafistische Radikalisierung von Jugendlichen – Präventionspraxis in den Kommunen“.

Akteure aus Schule, Polizei, Kommunen und Moscheevereinen sowie Jugend- und Sozialdiensten haben gemeinsam mit Experten der Präventionsarbeit und Aussteigern zentrale Fragen rund um salafistische Radikalisierung von Jugendlichen erörtert und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.

„Das Wissen um die Anziehungskraft salafistischer Angebote ist eine grundlegende Voraussetzung, um effektive Konzepte zu entwickeln, die eine Radikalisierung verhindern. Junge Menschen zu erreichen, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen sowie ihnen Orientierung in der Gesellschaft anzubieten und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen, sind die zentralen Herausforderungen im Kampf gegen den Salafismus“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Um diese zu meistern, seien der Aufbau kommunaler Netzwerke und die Verknüpfung präventiver Angebote essentiell. Ein starkes informiertes und sensibilisiertes Miteinander von Eltern, lokalen Akteuren aus Schule, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei und Politik sei hierfür unerlässlich, so der Minister.

Expertenvorträge, Diskussionsrunden sowie wechselnde Themenrunden boten den Teilnehmern die Gelegenheit, unterschiedliche Arbeits- und Informationsangebote kennen zu lernen und einzelne Aspekte für die lokalen Herausforderungen zu erörtern. Denn eine erfolgsorientierte Präventionsstrategie muss Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen in Rheinland-Pfalz rechtzeitig erkennen und frühzeitig das Umfeld junger Menschen sensibilisieren. Hierfür sind Maßnahmen notwendig, die sich mit Identitätskonflikten von jungen Menschen befassen.

Fachtagung "Schutzbedürftig und (kinder)schutzberechtigt", 22.04.2016

Mehr als 300 Besucher/innen folgten der Einladung der Hochschule Koblenz und des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz und informierten sich über die Lebenssituation und die Bedürfnisse begleiteter geflüchteter Kinder in Deutschland. Die Tagung richtete sich an eine multidisziplinär zusammengesetzte Zielgruppe.

Im Kontext der aktuellen Fluchtbewegungen sind vermehrt Kinder allein oder in Begleitung ihrer Eltern auf der Flucht. Die Fachtagung "Schutzbedürftig und (kinder)schutzberechtigt", eine Kooperationsveranstaltung der Hochschule Koblenz, Fachbereich Sozialwissenschaften, und des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz legt den Fokus vor allen Dingen auf die bisher meist weniger beachtete Gruppe der Kinder, die in Begleitung von Familienangehörigen nach Deutschland kommen.

Mit ihrem Eröffnungsvortrag gibt Frau Jamie Kreuzberg-Lauterbach, Leiterin des Sozialdienstes der Erstaufnahmeeinrichtung Ingelheim, einen Einblick in den Alltag und die Organisation ihrer Einrichtung. Dr. Theodor Michael, ehemaliger Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums der Charité Berlin und ehrenamtlicher Kinderarzt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) Berlin, thematisiert im Anschluss die medizinischen Bedingungen bei der Versorgung Geflüchteter. Zwar sind diesbezügliche Erfahrungen in Berlin besonders negativ, womit das Lageso deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte, jedoch wird eindringlich auf die Grenzen und Schwierigkeiten einer Versorgung, die nur akute Fälle vorsieht, hingewiesen. Frau Cindy Vogel-Hüter, Kinder- und Jugendpsychologin, berichtet im Anschluss von ihren Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten geflüchteten Patient/innen. Deutlich wird, dass in vielen Fällen auch in Deutschland potenziell traumatisierende Erfahrungen gemacht werden müssen und es zunächst gilt, diesen Prozess zu unterbrechen. 

Die anschließende Podiumsdiskussion, zu der neben den bisherigen Referenten/innen Prof. Dr. Kurt Merk, Jurist der Hochschule Koblenz, und Hans Jürgen Ladinek, Vorstandsmitglied des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz, hinzukommen, widmet sich vor allen Dingen der Fragestellung, inwieweit aktuelle Zustände vor dem Hintergrund der Rechte von Kindern (z.B. UN-Kinderrechtskonvention) zu bewerten sind.

Eindrucksvoller Höhepunkt der Veranstaltung sind die Schilderungen vier junger Männer über ihre Erfahrungen auf der gefährlichen Flucht nach Europa und den großen Herausforderungen nach ihrer Ankunft. 

Informationsveranstaltung für Seniorensicherheitsberater/innen, 12.10.2015

Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz hat am 12. Oktober 2015 zu einer Informationsveranstaltung für Seniorensicherheitsberater/innen in die Ludwig-Eckes-Festhalle in Nieder Olm eingeladen.

In Vertretung von Minister Lewentz begrüßte der Inspekteur der Polizei, Jürgen Schmitt, 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und dankte Ihnen für ihr ehrenamtliches Engagement.In einem Fachvortrag informierte Reinhold Hepp, Stiftung Deutsches Forum Kriminalprävention (DFK), über Förderanreize zum Einbau von Sicherheitstechnik.

Zum Thema „Sicherheit im Internet“ gab Michael Gundall, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, interessante Hinweise zum sicheren Surfen im Netz.

Durch die Informationsveranstaltung konnten die ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Beratern aus ganz Rheinland-Pfalz neue Impulse für Ihre Beratungstätigkeit mitnehmen. Seit Ender der 90er Jahre werden in Rheinland-Pfalz landesweit Sicherheitsberaterinnen und –berater nach einheitlichen Qualitätsstandards ausgebildet. Sie sprechen und verstehen die Sprache der älteren Generation, haben Verständnis für deren Sorgen und Nöte und können fachlich kompetent vermitteln, welche Gefahren für diese Altersgruppe bestehen und wie man damit umgehen kann. Damit leisten sie einen freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz für unsere Gesellschaft, der dazu beiträgt, Vertrauen und Sicherheit zu erhöhen und damit auch die Lebensqualität der älteren Generation.

Fachtagung "Cybermobbing - Möglichkeiten der Intervention und Prävention", 27.05.2015

Die Welt des Internets birgt Chancen, aber auch viele Risiken. Die Fragestellungen, was es insbesondere für junge Menschen bedeutet, im Netz bedroht, beschimpft und verunglimpft zu werden, wie sie sich schützen können und wie im Ernstfall geholfen werden kann, bildeten die Schwerpunkte  der Fachtagung „Cybermobbing – Möglichkeiten der Intervention und Prävention“.

Auf Einladung der Leitstelle „Kriminalprävention“ informierten sich Pädagoginnen und Pädagogen, Aktive aus der Jugendarbeit, Angehörige der Polizei und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren über die Möglichkeiten sowie erfolgreiche Beispiele aus der Praxis.

Die Fachtagung beleuchtete rechtliche Aspekte und Strafbestände im Zusammenhang mit der Thematik, hob die schwerwiegenden Folgen des Mobbings für die Opfer hervor und stellte aktuelle Präventionsprogramme und Initiativen vor. Betont wurde zudem die Verantwortung jedes Einzelnen, denn wie die Tagung aufzeigte, stellt mangelnde Unterstützung oft ein wesentliches Kriterium bei der Entstehung und Aufrechterhaltung des Mobbings dar. 

Fachtagung "Einbruchschutz", 06.11.2014

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet seit Jahren hohe Zahlen im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls. Aus diesen Grund führte die Leitstelle „Kriminalprävention“ in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz eine Fachtagung zum Thema "Einbruchschutz" durch.

Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland zeigten in ihren Vorträgen vielfältige Möglichkeiten auf, wie dem Kriminalitätsphänomen begegnet werden kann. So wurden städtebauliche Planungsüberlegungen, Zuschussprogramme der Bundesregierung und Kredite der KfW-Bank zur Förderung des Einbaus von Sicherungstechnik, die Kampagne „K-EINBRUCH“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher DNA, ein Pilotprojekt mit einem elektronischen Assistenzsystem für Mieter und ein Nachbarschaftsnetzwerk aus Wien vorgestellt.

Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Angehörige der Polizei und der Wohnbaugesellschaften sowie Kommunalvertreterinnen und –vertreter. 

Fachtagung "Nicht mit uns ! Mehr Sicherheit im Alter", 18.03.2014

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, das Ministerium für Justiz und für Verbraucherschutz und die Leitstelle „Kriminalprävention“ veranstalteten in Kooperation die Fachtagung „Nicht mit uns! – Mehr Sicherheit im Alter“.

Neben Informationen über aktuelle Kriminalitätsphänomene informierte die Veranstaltung über Themen wie Gewalt in der Pflege, sexualisierte Gewalt, unseriöse Kostenfallen und Hilfsangebote im Rahmen des Opferschutzes. Darüber hinaus gab die Polizei Präventionstips zur Erhöhung der Sicherheit im Alter.

Die Besucherinnen und Besucher zeigten vor allen Dingen an den Foren, die zu den einzelnen Themen angeboten wurden und die Möglichkeit boten, mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen, großes Interesse.

Fachtagung "Kommunale Kriminalprävention - Zwischenbilanz und Optimierungsmöglichkeiten", 10.09.2013

Ein zentrales Anliegen der Leitstelle „Kriminalprävention“ ist die Strukturierung, Optimierung und Evaluierung der Kriminalpräventiven Räte im Land. Im Rahmen dieser Bemühungen fand auch die Fachtagung „Kommunale Kriminalprävention – Zwischenbilanz und Optimierungsmöglichkeiten statt.

Zunächst wurde eine Zwischenbilanz der kommunalen Kriminalprävention abgegeben, die deutlich machte, dass weniger die Quantität der vorhandenen Gremien problematisch ist, sondern häufig qualitative Gesichtspunkte verbesserungsfähig sind. Im Anschluss wurde das Forschungsprojekt „Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt“ vorgestellt, welches lokale Kooperationen z.B. von Polizei, Kommune und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die in Kriminalpräventiven Räten oder Ordnungspartnerschaften über die Verbrechensverhütung und Sicherheitsproduktion beraten und ihre Handlungen koordinieren, untersucht. Zudem wurden den Besucherinnen und Besuchern Hinweise und Empfehlungen zur Planung, Durchführung und Bewertung kriminalpräventiver Projekte gegeben. 

Expertentagung "Menschenwürde und Scham", 11.04.2013

Die beim Ministerium des Innern und für Sport zur Unterstützung des Landespräventionsrates angesiedelte Arbeitsgruppe „Jugend und Gewalt“ möchte neue Anstöße und Akzentsetzungen für die Gewaltprävention und Demokratieerziehung entwickeln bzw. unterstützen.

Mit der Expertentagung zum Thema „Menschenwürde und Scham“ setzte die Arbeitsgruppe einen neuen Impuls für die Präventionsarbeit. Mit den Schlüsselbegriffen Menschenwürde und Scham wurden wichtige neue Perspektiven in die Gewalt- und Extremismusprävention eingebracht. Im Rahmen der Tagung diskutierten Entwickler und Absender von Präventionsprojekten aus dem vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich über Anknüpfungsmöglichkeiten an die Themenfelder Vorurteil, Gewalt, Extremismus und Demokratieerziehung. 

Bundesweite Fachtagung "Hasskriminalität: Herausforderung an Staat und Gesellschaft", 28.-30.11.2012

Hasskriminalität ist meist eine Form der Gewaltkriminalität. Sie richtet sich gegen Personen, die als fremd deklariert werden. In ihnen wird eine Bedrohung für die eigene Existenz bzw. für die Existenz der eigenen Gruppe gesehen. Religion, Rasse, ethnische Zugehörigkeit aber auch sexuelle Orientierung und körperliche sowie geistige Behinderungen sind Kriterien, die oft als Ursache angegeben werden. 

Neben Gewalt stehen die Anhänger solcher Weltanschauungen für diskriminierende Forderungen. Hasskriminalität ist ein Thema, mit dem sich in allen Teilen der Gesellschaft auseinandergesetzt werden muss. 

Hass als Emotion und Grundlage zur Gewaltausübung kann dabei ebensowenig monokausal erklärt werden wie die Prozesse, die einen Menschen zu einem von Hass gesteuerten Täter machen. 

Ziel jeglicher Intervention muss sein, die Opfer besser zu schützen. Dabei müssen die Maßnahmen dennoch bei den Tätern ansetzen und Möglichkeiten zur Aufarbeitung der eigenen Vorurteile bieten. 

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, die Leitstelle „Kriminalprävention“ und die Landespolizeischule haben mit der bundesweiten Fachtagung den Versuch unternommen, die Thematik mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kirche, Gewerkschaften, Wissenschaft und Opferhilfe zu erörtern. Im Fokus standen insbesondere präventive Aspekte und Strategien. Dabei wurden Erkenntnisse zusammengeführt, mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt und Netzwerke zur ganzheitlichen Bekämpfung des Phänomens geknüpft. 

Interdisziplinärer Workshop "Macht und Missbrauch in Institutionen", 21.10.2011

Der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz veranstaltete in Kooperation mit der Universität Luxemburg in Walferdange einen interdisziplinären Workshop zum Thema „Macht und Missbrauch in Institutionen“.

Eingeladen waren Wissenschaftler und Experten aus dem deutschsprachigen Raum, u.a. die Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Frau Dr. Christine Bergmann. 

Die Themen reichten von der historischen Einordnung des Missbrauchs, der Auseinandersetzung mit Missbrauchsfällen in der Heimerziehung, in der Altenpflege, in kirchlichen Einrichtungen, Schulen sowie im Strafvollzug, bin hin zu Perspektiven und Ansätzen der Prävention von sexualisierter Gewalt in diesen Institutionen. 

Fachtagung "Loverboys", 26.05.2011

Das Phänomen „Loverboys“ bezeichnet ein bestimmtes, planvolles Vorgehen, mit dem die Täter versuchen, Mädchen und junge Frauen zur Ausübung der Prostitution zu bewegen. Der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz und die Leitstelle „Kriminalprävention“ widmeten dieser Thematik eine Fachtagung, um auf das Phänomen hinzuweisen, dafür zu sensibilisieren, zur Aufklärung beizutragen und präventive Möglichkeiten aufzuzeigen. 

Die Täter, sog. „Loverboys“, spielen hierbei den meist minderjährigen Opfern ihre angebliche Liebe vor. In der Folgezeit führen die „Loverboys“ ihre Opfer durch das Vortäuschen von Zuneigung und Aufmerksamkeit in eine emotionale Abhängigkeit. Gleichzeitig entfremden sie die Mädchen von ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis. In vielen Fällen wirken die Täter daran mit, dass die Opfer nach außen hin (z.B. in der Schule) als besonders pflichtbewusst erscheinen. Sind die Opfer emotional vom Täter abhängig, werden sie von den „Loverboys“ dazu verleitet, der Prostitution nachzugehen. Teilweise werden zu diesem Zweck auch Mittel der Gewalt, der Drohung oder der Erpressung angewendet. Die aus der Prostitution erzielten Einnahmen verbleiben dann bei den Tätern.

Bundesweite Fachtagung "Dialog zwischen muslimischen Organisationen und Sicherheitsbehörden", 27.-28.10.2009

Ziel der von der Landespolizeischule, der Leitstelle „Kriminalprävention“ und des Landeskriminalamtes durchgeführten Fachtagung war, neben dem bundesweiten Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Sicherheitsbehörden, die Erörterung neuer interkultureller Methoden, Strategien und Instrumentarien sowie der Problemstellungen bei der praktischen Umsetzung dieser. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskriminalamtes, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und der Landeskriminalämter nahmen auch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aus Rheinland-Pfalz an der Veranstaltung teil. 

Zu Beginn der Tagung wurde die Lage innerhalb der islamischen Gemeinde skizziert. Anschließend diskutierte eine Expertenrunde bestehend aus Wissenschaftlern und Polizeipraktikern über das Projekt „Dialog mit Moscheevereinen“. 

Der zweite Tag widmete sich Radikalisierungsmechanismen im islamischen Milieu und Aspekten der staatlichen Prävention. Abschließend berichteten Polizeipraktiker aus Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen über bereits initiierte Projekte mit muslimischen Gemeinden, über die dabei gewonnenen Erfahrungen und etablierte Netzwerken vor Ort. 

Fachtagung "Vom Casting bis zur Aufführung - Planung, Organisation und Durchführung eines Schülermusicals", 20.05.2009

Das Seminar richtete sich an rheinland-pfälzische Lehrerinnen und Lehrer. Zunächst wurde die Aufführung des Musicals „Eine wunderbare Freundschaft“ der Integrierten Gesamtschule Plaidt-Pellenz besucht. Im Anschluss referierten die für das Schülermusical verantwortlichen Lehrer der Schule. Thematisiert wurden dabei die Auswahl eines geeigneten Werkes, das Casting, die Probephase, die Rahmenbedingungen (z.B. finanzielle und technische Grundlagen, Motivation des Kollegiums zur Mitarbeit) und die Aufführung.

Fachtagung "Dialog zwischen muslimischen Organisationen, Kommunen und Sicherheitsbehörden in Rheinland-Pfalz", 31.03.2009

Integration gelingt oder scheitert lokal. Vor Ort geht es um Menschen in ihren konkreten Lebenszusammenhängen. Um über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg die Integration zu befördern, muss der begonnene Dialog zwischen muslimischen Organisationen, Kommunen und Sicherheitsbehörden fortgeführt und vertieft werden. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Polizei, Kommunen sowie muslimischen Vereinen und Organisationen versuchten im Rahmen der Fachtagung auszuloten, wo Kooperationen zwischen den einzelnen Professionen sinnvoll oder notwendig sind.

Die Veranstaltung trug mit ihrem Mix aus wissenschaftlichen Vorträgen und Informationen über konkrete Projekte dazu bei, den Handelnden die Bedeutung der Thematik erneut bewusst zu machen und neue Anregungen für die Integrationsarbeit zu vermitteln. 

Fachtagung "Mich trifft jeder Schlag - Wege zur stärkeren Kooperation von Frauenschutz- und Kinderschutzeinrichtungen", 29.05.2008

Der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz beauftragte die Arbeitsgruppen „Jugend“ und „Gewalt“ damit, sich inhaltlich mit der Stärkung und Förderung von Kindern aus gewaltbelasteten Familien zu beschäftigen. Diesem Auftrag lag die Überlegung zugrunde, dass häusliche Gewalt immer auch ein Indikator für eine Gefährdung des Kindeswohls ist.

Die gegründete Projektgruppe führte Erhebungen bei Interventionsstellen, Frauenhäusern und Notrufen durch und stellte fest, dass es für Kinder aus Familien mit Partnerschaftsgewalt bereits eine Vielzahl von Hilfen und Angeboten gibt. Es fehlt aber häufig an den Verknüpfungsstrukturen der tätigen Bereiche, sodass ein Informationsverlust kaum vermieden werden kann. 

Die Projektgruppe sprach sich aus diesem Grund dafür aus, im Rahmen einer Fachtagung nicht nur erfolgreich erprobte Initiativen und Projekte vorzustellen, sondern auch aktiv auf eine Vernetzung der anwesenden Bereiche hinzuwirken. Die Tagung wurde als Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie des Ministeriums des Innern und für Sport mit der Projektgruppe „Kinder aus gewaltbelasteten Familien“ des Landespräventionsrates durchgeführt. 

Fachtagung "Mich trifft jeder Schlag - Wege zur stärkeren Kooperation von Frauenschutz- und Kinderschutzeinrichtungen", 29.05.2008

Der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz beauftragte die Arbeitsgruppen „Jugend“ und „Gewalt“ damit, sich inhaltlich mit der Stärkung und Förderung von Kindern aus gewaltbelasteten Familien zu beschäftigen. Diesem Auftrag lag die Überlegung zugrunde, dass häusliche Gewalt immer auch ein Indikator für eine Gefährdung des Kindeswohls ist.

Die gegründete Projektgruppe führte Erhebungen bei Interventionsstellen, Frauenhäusern und Notrufen durch und stellte fest, dass es für Kinder aus Familien mit Partnerschaftsgewalt bereits eine Vielzahl von Hilfen und Angeboten gibt. Es fehlt aber häufig an den Verknüpfungsstrukturen der tätigen Bereiche, sodass ein Informationsverlust kaum vermieden werden kann. 

Die Projektgruppe sprach sich aus diesem Grund dafür aus, im Rahmen einer Fachtagung nicht nur erfolgreich erprobte Initiativen und Projekte vorzustellen, sondern auch aktiv auf eine Vernetzung der anwesenden Bereiche hinzuwirken. Die Tagung wurde als Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie des Ministeriums des Innern und für Sport mit der Projektgruppe „Kinder aus gewaltbelasteten Familien“ des Landespräventionsrates durchgeführt. 

Fachtagung "Neue Medien und Jugendgewalt - Happy Slapping, Killerspiele, Internet und Co", 08.04.2008

Inwieweit neue Technologien auch eine Ursache der Jugendgewalt sind, wird lebhaft diskutiert. Im Gespräch sind vor allem so genannte „Killerspiele“. Doch auch andere Medien sorgen zunehmend für Aufregung. Das mitunter schon als „Tatwaffe“ kolportierte Handy wird zunehmend genutzt, um bei Gewalttaten das Leiden des Opfers zu filmen, das Material dann an Freunde weiterzugeben oder es ins Internet zu stellen. Die Phänomene „Happy Slapping“ und „Cyberbullying“ beschreiben solche Vorkommnisse. Gemeinsam ist allen, dass neue Medien und Informationstechnologien im Mittelpunkt stehen, die den vorangegangenen Generationen noch nicht zur Verfügung standen.

Im Rahmen der Fachtagung „Neue Medien und Jugendgewalt“ wurde erklärt, was sich hinter diesen neuen Phänomenen verbirgt und welche Bedingungen dem Trend zur Handynutzung bei Straftaten zugrunde liegen. Die technischen Möglichkeiten wurden aufgezeigt und Folgerungen für die berufliche Praxis im Jugendbereich diskutiert. 

Fachtagung "Dialog zwischen muslimischen Organisationen, Kommunen und Sicherheitsbehörden in Rheinland-Pfalz", 13.02.2008

Mit dem Anspruch die Erreichbaren zu erreichen und Vertrauen herzustellen, startete die rheinland-pfälzische Polizei im Jahr 2007 das Konzept „Interkulturelle Kompetenz – Dialog zwischen muslimischen Organisationen und Sicherheitsbehörden“. 105 Beamtinnen und Beamte wurden in dessen Verlauf im Hinblick auf einen vertrauensvollen Dialog mit den betreffenden Organisationen und Gemeinden geschult. 

Ergänzend erhielten die Kommunalvertreterinnen und – vertreter im Rahmen der Fachtagung „Dialog zwischen muslimischen Organisationen, Kommunen und Sicherheitsbehörden“ Anregungen und Informationen, um mit muslimischen Organisationen ins Gespräch zu kommen, Vorbehalte ab- und Vertrauen aufzubauen. 

Fachtagung "Workshop mit der Klaus-Jensen-Stiftung zum Projekt 'Kommunale Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz' - Aktueller Stand und Zukunftsperspektiven"

Im Rahmen des Projektes „Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz“ veranstaltete die Klaus-Jensen-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Leitstelle „Kriminalprävention“ einen Workshop. Im Rahmen der Veranstaltung wurden mit politisch Verantwortlichen, Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern sowie Praktikantinnen und Praktikanten der Gewaltprävention gemeinsam Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung gewaltpräventiver Arbeit formuliert.

Fachtagung "Zwangsheirat", 13.11.2006

Das Thema Zwangsheirat beschreibt nicht das von Eltern arrangierte Heiraten, welches in vielen Kulturen üblich ist und mit der Einwilligung der Betroffenen enden soll, sondern die gegen den ausdrücklichen Willen mindestens eines Partners zu schließende bzw. geschlossenen Ehe. Das Thema ist, wie steigende Fallzahlen zeigen, weiterhin aktuell. Bezugspersonen sind immer wieder hilflos bei der Konfrontation mit diesem Phänomen. Genau an diese richtet sich deshalb die Fachtagung „Zwangsheirat“. Neben Informationen zum richtigen Umgang werden Tipps und Hilfestellungen gegeben.

Fachtagung "Alcopops", 06.07.2005

Ziel der Tagung „Alcopops“ war es, das Risiko für junge Alkoholeinsteiger sowie die erhöhte Gefahr für junge weibliche Konsumenten aufzuzeigen. Zielgruppe der Veranstaltung waren Vertreterinnen und Vertreter der kriminalpräventiven Gremien, die Fachkräfte für Jugendschutz bei den Jugendämtern der Kommunen, Vertreterinnen und Vertreter der Jugendhäuser sowie die polizeilichen Jugendsachbearbeiterinnen und –sachbearbeiter und die Beauftragten für Jugendsachen. Im Rahmen der Fachtagung wurde unteranderem erörtert, ob die Strafbesteuerung wirkt und der Gefahr durch Alcopops Einhalt gebietet und inwiefern sich Jugendschutz und Werbepsychologie als Gegenspieler gegenüber stehen. 

Fachtagung "ABC der Öffentlichkeitsarbeit", 31.05.2005

Das Seminar vermittelte durch die Verknüpfung von theoretischen Fachvorträgen und praktischen Übungen die Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit. Fertigkeiten zum Verfassen von Pressemitteilungen und verständlichen Nachrichten wurden ebenso vorgestellt wie journalistische Darstellungsformen und ihre Verwendung in der Öffentlichkeitsarbeit sowie der richtige Umgang mit elektronischen Mitteln. Die Fachtagung richtete sich sowohl an Einsteiger als auch an in der Öffentlichkeitsarbeit Tätige, die ihre Fertigkeiten auffrischen wollten. 

Fachtagung "Mit Aussicht auf Erfolg - (Selbst-)Evaluation und Qualitätsmanagement in der Kriminalprävention", 26.06.2004

Der Projektalltag kann durch die vielfältigen Möglichkeiten des Qualitätsmanagements und der Selbstevaluation verbessert werden und so ein effektives und zielgerichtetes Arbeiten realisiert werden. Die Notwendigkeit dieser Verfahren wird vor dem Hintergrund knapper finanzieller und personeller Ressourcen insbesondere von den Geldgebenden gefordert. Eingesetzte Mittel sollen einen messbaren Erfolg bringen. 

Neben den theoretischen Grundzügen wurden im Rahmen der Veranstaltung auch praktische Fertigkeiten vermittelt. So sollte in Arbeitsgruppen anhand fiktiver Projekte gemeinsam ein (Selbst-)Evaluationskonzept erarbeitet werden. 

Fachtagung "Seminar Lernort Kino", 26.05.2004

Film und Fernsehen sind Fenster zur Welt, sie fungieren als Erzieher, liefern Vorbilder und dienen als Maßgeber. Aufgrund dieser mannigfaltigen Funktionen kommt der Vermittlung von Medienkompetenz durch den pädagogischen Bereich eine entscheidende Rolle zu. Die Medienkonsumenten müssen in der Lage sein, das Gesehene, beispielsweise vor dem Hintergrund von Gewaltdarstellungen, kritisch zu hinterfragen. Die Fachtagung wollte hierfür eine Anleitung geben, praktische Hilfe leisten sowie medienpädagogische Impulse geben. 

Fachtagung "Gewaltprävention ab Nabelschnur", 22.05.2003

Ziel der Fachtagung „Gewaltprävention ab Nabelschnur“ war es aufzuzeigen, wie Eltern von einer gewaltfreien Erziehung überzeugt werden und wie sie dabei zudem aktiv unterstützt werden können. Pädagogisches Fachpersonal, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familienbildungsstätten, die Beauftragten für Jugendsachen der Polizei und die Vertreterinnen und Vertreter der Kriminalpräventiven Räte wurden im Rahmen der Veranstaltung diesbezüglich beraten und so durch die Tagung ein Beitrag zur Elternbildung in Bezug auf die Erziehung von Kleinkindern geleistet. Neben der Vorstellung bundesweiter Projekte hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Fachbeitrag mit Videoanalysen von Interaktions- und Verhaltensstörungen.

Fachtagung "Prävention gegen Gewalt in und um Schulen - Gemeinsame Aufgabe von Schulen, Jugendhilfe, Polizei und Kommune", 06.06.2002

Die Fachtagung „Prävention gegen Gewalt in und um Schulen“ richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Einrichtungen, die sich dem Thema schulischer Gewalt widmen oder widmen wollen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Erkenntnisse im Zusammenhang mit Täterprofilen und pädagogische Handlungsperspektiven präsentiert. Zudem wurden 3 rheinland-pfälzische Projekte (u.a. Antigewalt- und Deeskalationstraining) vorgestellt. In den Arbeitsgruppen konnten die übergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit gefördert werden, was im Ergebnis die Effizienz der Bemühungen steigern soll.

Fachtagung "Prävention gegen Gewalt in und um Schulen - Gemeinsame Aufgabe von Schulen, Jugendhilfe, Polizei und Kommune", 06.06.2002

Die Fachtagung „Prävention gegen Gewalt in und um Schulen“ richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Einrichtungen, die sich dem Thema schulischer Gewalt widmen oder widmen wollen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Erkenntnisse im Zusammenhang mit Täterprofilen und pädagogische Handlungsperspektiven präsentiert. Zudem wurden 3 rheinland-pfälzische Projekte (u.a. Antigewalt- und Deeskalationstraining) vorgestellt. In den Arbeitsgruppen konnten die übergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit gefördert werden, was im Ergebnis die Effizienz der Bemühungen steigern soll.

Fachtagung "Geplant, bürgernah, effektiv ? Kriminalprävention in Rheinland-Pfalz auf dem Weg", 07.06.2001

Zentrales Thema der Fachtagung zur Kriminalprävention war die Optimierung der kriminalpräventiven Arbeit. Erläutert wurden dafür relevante Themen und Probleme wie beispielsweise regionale und konzeptionelle Voraussetzungen der Arbeit sowie Besonderheiten und inhaltliche Überlegungen für die Kriminalprävention. Erörtert wurde zudem die Bedeutung von Akzeptanz und Bürgerbeteiligung. Der fachliche Austausch wurde durch Arbeitsgruppen gewährleistet. In diesen ging es um die Vernetzung der Gremien- und der Projektarbeit zum Zwecke des Informationsaustausches und die Vermittlung von Voraussetzungen für professionelles Handeln (z.B. konzeptionelle Vorarbeiten und Planungsaspekte).

Fachtagung "Rechtsextremismus", 10.11.2000

Im Zentrum der Fachtagung „Rechtsextremismus“ stand die richtungsweisende Frage, woher eine Gesinnung stammt, welche menschenverachtende Handlungen hervorbringt und welche Chancen, Pflichten und Grenzen Sozialarbeit, Bildungseinrichtungen, Politik und andere in diesem Themenbereich tätige Institutionen haben. Grundlegende Informationen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch einen Lagebericht des Verfassungsschutzes zur Situation des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zudem wurden das Konzept „Kommunale Bündnisse gegen Rechts“ und das Projekt „Denkmal“, in dessen Rahmen beispielsweise Courage-Trainings angeboten werden, vorgestellt. 

Fachtagung "Kriminalitätsdarstellung in den Medien - Hat die Kriminalprävention in der Berichterstattung eine Chance?"

Im Rahmen der Fachtagung wurde das Für und Wider der Kriminalitätsberichterstattung erörtert. Einerseits können durch die Berichte über Verbrechen Ängste und Kriminalitätsfurcht in der Gesellschaft unverhältnismäßig geschürt werden, andererseits haben Medien Zugang zur Öffentlichkeit. Dieser kann bei der Aufklärung von Straftaten dienlich sein kann. Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen, der Justiz, der Polizei und der Medien beschäftigten sich in Vorträgen und Workshops mit dieser Thematik und diskutierten beispielsweise die Frage, ob Medien Verbrechen vorbeugen können und ob dies ihre Aufgabe ist.